Fütterung von Kois

Grundsätzlich hängt die Futter-Zusammensetzung sowie die Menge von der Größe des Tieres ab. Eine ausgewogene Ernährung ist überaus wichtig, deshalb sollten im Futter alle wichtigen Nährstoffe und Ballaststoffe ebenso wie Spurenelemente enthalten sein. Billigfutter weißt meist nicht die Qualität auf und sollte deshalb vermieden werden.

Die Größe der Granulate hängt vom kleinsten Fisch im Teich ab. Auch er muss problemlos das Futter aufnehmen können. Deshalb empfiehlt es sich bei kleinen Fischen eine Mischung aus kleinen und etwas größeren Granulaten zu nehmen. Achten Sie während der Fütterung darauf, dass auch wirklich jeder Koi ausreichend versorgt wird. Sonst verkümmert auf kurz über lang.

Das traditionelle Koifutter

Markenfutter wird in der Regel in zwei unterschiedlichen Futterformen angeboten. Entweder schwimmend oder sinkend. Bei der schwimmenden Variante sehen Sie die Kois und haben einen guten Überblick. Die sinkende Variante zielt auf den natürlichen Trieb des Fisches ab, der in der Natur „gründeln“ würde. Gründeln bedeutet, dass der Karpfen sich das Essen aus dem Boden heraussucht.

Die erste Futtervariante hat noch einen weiteren Vorteil. Dadurch das der Koi an die Oberfläche kommen muss, kann man ihn leichter zahm kriegen. Mit etwas Geschick und viel Geduld fressen Ihnen bestimmt irgendwann die Fische aus der Hand. Außerdem sieht man hierbei sehr schön, ob die Futtermenge ausreicht. Wird zuviel gefüttert, kann beim nächsten Mal eine geringere Dosierung eingesetzt werden. Bei zu wenig, wird zusätzlich etwas verabreicht.

Beim sinkenden Koifutter sieht man so was nicht. Wenn zuviel gefüttert wird, fällt es nicht auf. Der Teich, bzw. das Wasser wird allerdings auf Dauer stärker belastet. Eine gute Filteranlage sowie regelmäßige Überprüfung der Wasserqualität sind hierbei Pflicht.

Wie viel braucht ein Koi?


Empfehlenswert ist eine Menge, die die Tiere innerhalb weniger Minuten aufgefressen haben. Im Sommer kann man auch folgendes Rechenbeispiel nehmen: 5% des Körpergewichts sollten täglich gegeben werden. Bei großen geschlechtsreifen Karpfen sind es sogar nur 2%.

Im Winter wird natürlich nicht so viel verfüttert. Lediglich so viel, wie das Tier zur Aufrechterhaltung seiner Körperfunktionen benötigt. Ab 10 Grad Wassertemperatur sollte man ausschließlich Nahrung verwenden, die leicht verdaulich ist. Unter 6 Grad braucht gar nicht mehr gefüttert werden.

Wann füttert man wieviel?

Da sich der  Stoffwechsel vom Koi Karpfen an die Wassertemperatur anpasst, muss man auch die Fütterung anpassen.

Nicht füttern        -> bei einer Wassertemperatur unter 10 Grad
1-2x pro Woche  -> bei 10-13 Grad und bei 16-17 Grad
2-3x pro Woche  -> bei 14-15 Grad und bei 18-19 Grad
3-4x pro Woche  -> bei 20-22 Grad und 26-30 Grad
5-7x pro Woche  -> bei 23-26 Grad (tägliche Fütterung)

Futter zur Farbintensivierung


Das Fressen spielt für Kois nicht nur eine wichtige Rolle, was das Wachstum und die Entwicklung angeht, es beeinflusst sogar die Farbe. Um rote Farbgebungen in den Vordergrund zu stellen, kann zusätzlich Carotin verabreicht werden. Aber Achtung: werden zu viele Carotine verabreicht, färbt sich schnell auch das weiß in leichtem orange-rot. Ebenfalls für eine Intensivierung von Rot geeignet, ist Spirulina platensis. Dies wird besonders gern genommen, da es die Weißfärbung weniger stark beeinflusst. Spirulina ist übrigens ein Algenextrakt, welches in Mexiko kultiviert wird. Viele Züchter verwenden es kontinuierlich, weil es neben seiner farbverstärkenden Wirkung auch sehr proteinreich ist.

Hinweis: Das Spezialfutter kann übrigens zu jeder Jahreszeit hinzugegeben werden.

Damit der Farbton aber wirklich stimmt, muss der Koi in erster Linie gesund sein. Gesunde, kräftige Tiere haben von sich aus eine gute Färbung. Die Lebensumstände sind also mitentscheidend, wie strahlend der Karpfen leuchtet. Ideale Bedingungen fördern diese.

Schwarze Pigmente können zudem durch hartes Wasser und einem pH-Wert von ungefähr 7,5 bis 8,5 positiv beeinflusst werden. Hierbei muss man jedoch aufpassen. Härteres Wasser begünstigt auch die Giftigkeit von Ammoniak und Nitrit.