Worauf kommt es beim Koifutter an?

Bevor wir uns den einzelnen Bestandteilen von gesundem Koifutter widmen, gibt es erstmal einen Tipp für die richtige Fütterung im Winter. Denn in der kalten Jahreszeit werden die Fische träge und somit auch Ihre Verdauung. Aus diesem Grund sollte man im Winter anderes Futter geben, als im Sommer oder während der wärmeren Jahreszeiten. Am besten geeignet sind Futtermittel die auf Basis von Getreidekeimen sind. Diese lassen sich schnell verdauen und liegen nicht lange im Darm. Sobald die Temperaturen wieder steigen, kann man zu proteinreicherem Futter greifen.


Wichtige Nahrungsbestandteile

Ein gutes Koifutter ist auf den individuellen Bedarf angepasst. Das Futter muss auf jeden Fall folgende Bestandteile beinhalten:
  • Eiweiße,
  • Fette,
  • Kohlenhydrate,
  • Vitamine und
  • Mineralstoffe

Eiweiße


Eiweiße bestehen sich aus essentiellen und nicht essentiellen Aminosäuren. Bei ausgewogener Nahrung sind beide Aminosäure-Arten enthalten und sorgen so für ein gutes Wachstum und eine schnelle Wundheilung bei beschädigten Gewebestellen. Zudem werden Aminosäuren für die Produktion von Eiern und Spermien benötigt. Fehlen z. B. essentielle Aminosäuren führt dies zu Problemen beim Wachstum und kann im schlimmsten Fall - wenn die Aminosäuren zu lange fehlen - zu einer Verkümmerung der Wirbelsäule führen.

Fette


Fette sind sowohl Energielieferant als auch wichtiger Bestandteil der Zellmembranen. Für die Zellmembranen sind vor allen die Fette Triglyceride und Phospholipide von Bedeutung.  Die meisten der wichtigen Fettsäuren kann der Koi selbst produzieren, mit Ausnahme von Linolsäure und Linolensäure. Diese müssen somit zwingend über das Futter aufgenommen werden, da sie ebenfalls für das Wachstum des Fisches verantwortlich sind.

Fehlen essentielle Fettsäuren, so kann dies Probleme in Form von Flossenschäden hervorrufen. Aber auch Herz- und Leberprobleme können hierauf zurückzuführen sein. Von daher sollte man beim Futter auf den Zusatz von Soja- und Maisölen achten. Auch ein hoher Bestandteil an Weizenkeimen ist positiv. Jedoch muss man beachten, dass Fettsäuren an der Luft schnell oxidieren und das Futter schlecht wird. Altes Futter sollte man sofort vernichten und bei neuem Futter stetig auf das Haltbarkeitsdatum achten. Auch, wenn Fette lebenswichtig sind, sollte man Kois nicht zu fetthaltig füttern, da dies oft zur Verfettung der Organe führt.

Kohlenhydrate


Der zweite Energielieferant sind die Kohlenhydrate. Allerdings können Kois diese nicht so gut verwerten wie zum Beispiel Vögel oder Säugetiere. Deshalb sollten sie dem Stoffwechsel angepasst, zugeführt werden - sprich in geringen Mengen. Gibt man zu viel an Kohlenhydraten kann dies zu Veränderungen der Organe führen. Hiervon ist besonders die Leber betroffen.

Vitamine


Sie sind für jedes Lebewesen von essentieller Bedeutung. Sie sorgen für einen geregelten Stoffwechsel, unterstützen das Wachstum und sind vor allem während der Laichzeit wichtig. Nichtsdestotrotz sollten sie nur in geringen Mengen verfüttert werden. Es ist eine Kunst, die richtige Menge zu geben, da bei zu wenig natürlich ein Vitaminmangel entsteht, der gesundheitliche Schäden verursachen kann.

Vitamine teilen sich grundsätzlich in 2 Kategorien auf: den fettlöslichen Vitaminen und den wasserlöslichen. Die fettlöslichen Vitamine werden dabei im körpereigenen Fett gelagert, was bei Überschuss zu einer sog. Hypervitaminose führen kann. Hierbei entstehen Folgeschäden durch die hohe Anzahl an Vitaminen im Körper. Bei den wasserlöslichen Vitaminen braucht man keine Zusätze, sie werden direkt vom Körper aufgenommen. Wer seine Karpfen mit Markenfutter versorgt, braucht sich i. d. R. keine Sorge um Vitaminmangel machen. Diese sind meist ausreichend vorhanden.

Mineralien


Für einen funktionierenden Stoffwechsel benötigt der Koi natürlich auch Mineralien. Vor allem für den Aufbau des Skeletts und für ein funktionierendes Nervensystem sind sie wichtig sowie auch beim Gasaustausch zwischen Blut und Gewebe. Da die Fische die meisten Mineralsalze über das Teichwasser aufnehmen, ist über den Mangel an Mineralien nur sehr wenig bekannt.