Filteranlagen für den Koiteich

Der Teichfilter hat im Koiteich vielfältige Aufgaben. Viele Neulinge gehen zunächst davon aus, dass der Filter nur zur Reinigung des Wassers besteht. Der wichtigste Nutzen eines Filters liegt jedoch darin, die giftigen Ausscheidungen der Fische abzubauen. Erst danach kommt der Nutzen des klaren Wassers.

Bereits wenige große Kois können in einem kleinen Teich eine große Menge an Abscheidungen produzieren, die sich ohne Reinigung negativ auf die Wasserqualität auswirken können. Ammoniak und weitere giftige Substanzen gelangen so ins Wasser und können die Fische über kurz oder lang vergiften.

Damit Sie einen schönen, klaren und vor allem gesunden Teich haben, stellen wir Ihnen hier einige Filtermöglichkeiten vor.

Der Innenfilter

Der Innenfilter wird auch Bodenfilter genannt und war einst einer der beliebtesten Filtermethoden überhaupt. Mittlerweile gilt dieses Filtersystem allerdings nicht mehr als effektiv und kommt nur noch bei kleinen Teichen, oder dort wo Platzmangel herrscht, zum Einsatz. Da der Innenfilter nur gewisse Kapazitäten hat, sollte der Teich nicht zu viele Fische beherbergen.

Der Bodenfilter besteht in einfacher Form aus einem Gitterwerk von Rohrleitungen am Boden des Teiches. Die Leitungen sind dabei meist von Kies oder Sand bedeckt. Mithilfe einer Unterwasserpumpe wird am Ende des Gitterwerks Wasser angezogen und durch die Kiesschicht gezogen. Dabei reinigt der Kies das Wasser von Schmutzpartikeln und Giften. Zudem werden die Gifte mithilfe von Filterbakterien abgebaut. Danach nimmt der Bodenfilter, bzw. dessen Drainagesystem auf und leitet es mit der Pumpe zurück in den Teich.

Zu Beginn ist der Einsatz eines Bodenfilters gut. Je länger man ihn jedoch im Einsatz hat, umso wirkungsloser wird er, da sich Schmutz und Giftstoffe im Kies festsetzen. Irgendwann kann einfach nichts mehr aufgenommen werden und der Filter verliert seine Wirkung.  Vor allem bei festen Abfallstoffen, ab einer bestimmten Größe können zu Problemen führen. Hier bilden sich schnell Bakterien, die sich nachher ungehindert im Teich ausbreiten können. In Folge dessen kommt es nach einigen Wochen zu trübem Wasser. Wird dieser Missstand nicht rechtzeitig behoben, kann es sogar zu Erkrankungen bei den Koi Karpfen kommen.

Zur Reinigung müssen Sie die Kois in ein separates Becken setzen und die Kiesschicht des Filters durch neuen Kies ersetzen. Man kann diesen aber auch rausnehmen und reinigen. Da diese Aufgabe regelmäßig durchgeführt werden muss, empfehlen wir beim Einsatz von Innenfiltern, diese separat zu setzen. Am besten an einer abgetrennten Stelle des Teiches, welche schnell und einfach gereinigt werden kann. Übrigens, die Filterfläche sollte hier 1/3 der Teichoberlfäche betragen.

Der Außenfilter

Der Vorteil von Außenfiltern liegt vor allem in ihrer einfachen Reinigung und ihrer effektiveren Arbeitsweise. Dafür sind sie allerdings kostspieliger und meist auch schwieriger zu installieren. Der Außenfilter liegt, wie der Name schon sagt, außerhalb des Teiches und nutzt ebenfalls verschiedene Materialien zur Reinigung des Wassers. Auch diese können verschmutzen, lassen sich aber viel leichter durch Rückspülen reinigen. Egel, was für einen Teich Sie haben, ein Außenfilter ist die ideale Lösung für eine optimale Reinigung. Im Grunde unterteilt man diesen Filter in zwei Unterkategorien.

Ein Filter, der über dem Wasserspiegel des Teiches aufgestellt wird und 2. ein Filter in Höhe des Teichniveaus.

Bei der ersten Variante, saugt die Pumpe das Wasser aus dem Teich und drückt es in den höher stehenden Filterbehälter. Das so aufgenommene fließt dann durch die Reinigungsschicht und fließt dann über eine integrierte Leitung wieder in den Teich. Achten Sie beim Kauf eines Außenfilters darauf, dass der Filtertank für Ihren Teich die richtige Größe hat. Ein zu kleiner Tank wird nie im Leben mit den Wassermassen klar kommen und diese entsprechend reinigen können.

Alternativ könnte man mehrere kleinere Filtertanks kombinieren. Besser ist es jedoch, wenn  Sie sich selbst einen großen Rieselfilter bauen. Für kleine Gärten, die einen solch großen Tank nicht stellen können (oder wollen) eignet sich die zweite Filtervariante besser.

Bei dieser Variante (Mehrkammerprinzip) wird der Filter in Höhe des Teiches installiert, quasi schließt die Oberkante des Filters mit der Teichoberfläche ab. Das bedeutet, dass der Wasserspiegel von Teich und Filter auf gleicher Höhe sind. Sobald man Wasser aus dem Filtersystem rauspumpt wird automatisch Wasser vom Teich in den Filter nachgespühlt. Dieser Vorgang wird durch die Schwerkraft begünstigt. Das Filtersystem besteht aus mehreren Kammern die hintereinander liegen. So läuft das Wasser von Kammer zu Kammer und passiert dabei verschiedene Filterstufen. Wichtig ist hierbei, dass die Öffnungen  der Kammern groß genug sind, damit das Wasser ungehindert von einer Kammer in die nächste fließen kann.

Da dieses Filterprinzip einiges kostet, installieren manche eigene Filterkammern. Bevor man zu Eigenbauvariante wechselt, sollte man sich ausführlich über die Funktionen des Filters informieren. Zudem ist es hilfreich, wenn Sie handwerkliches Geschick mitbringen und wissen, wie man Betonklötze passend positioniert und verarbeitet. Die Anforderungen an eine Filteranlage finden Sie demnächst auf der Seite „Anforderungen Filter“.