Koi Arten

Die Tradition der Koizucht hat vor über 2000 Jahren in China begonnen. Damals waren es noch Flusskarpfen, die von Europa aus exportiert wurden. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelten sich die Karpfen immer weiter und wurden zu richtigen Edel- oder auch Zierfischen. Es wird angenommen, dass damals zur Zucht nur die Karpfen genommen wurden, dessen Zeichnung sich von den Elterntieren unterschied. Also nur die Karpfen, die eine schöne bunte Zeichnung hatten. Sie bilden die Grundlage für alle heutigen Koi-Variationen.

Die Hauptarten des Koi

Heutzutage kann man den Koi in ca. 16 Hauptvarianten/Zuchtformen und mehr als 100 Unterarten unterteilen. Einige dieser Arten werden Ihnen im Folgenden vorgestellt.


Asagi / Shusui

Asagi / Shusui

Zu den ältesten Formen des Kois gehört der Asagi-Koi. Asagi steht für "blau" und bezeichnet damit Teile des Fischmusters. Meist hat der Asagi einen blauen Rücken, einen weißen Kopf und rote Brust- und Seitenflossen. Auch die Wangen sind beim Asagi rot. Beliebte Abkömmlinge vom Asagi sind der Narumi Asagi, welcher in hellbrau gemustert ist und der Konjo Asagi der ein dunkles Blau in seiner Zeichnung hat.

Bekko

Der Bekko gehört nicht zu den 16 Hauptkategorien, sonden zu einer Unterart des Koi. Er hat entweder eine weiße, rote oder gelbe Körperfarbe. Die Körpferfärbung wird durch schwarzen Flecken oder Punkten ergänzt. Diese Flecken dürfen qualitätsmäßig aber nicht über den Kopf gehen und auch die Farbe der Brustflossen sollte mit der des Körpers im Einklang sein.

Bekko

Utsurimono

Utsurimono

Der Utsurimono wird auch Utsuri genannt. Er stammt angeblich von der Asagi Kois ab, hat jedoch eine schwarze Grundfarbe. Zusätzlich hat er entweder weiße, rote oder gelbe Flecken. Die zusätzliche Farbe sollte gleichmäßig über den ganzen Körper verteilt sein.

Kawarimono

Zur Varietät des Kawarimono gehören alle Kois, die keiner anderen Zuchtart gewiesen werden können. Zusätzlich darf die Farbe der Kois nicht metallisch wirken und alle Varianten sollten ein klares Muster sowie eine glänzende Farbe haben. Da hier jede die meisten neuen Koiarten hinzugezählt werden, ist dies die Gruppe mit dem größten Wachstum.

Kohaku

Kohaku

Die weiße Körperfarbe ist das Erkennungsmerkmal des Kohaku Kois. Diese sollte sich von den roten Flecken/Farbzeichnungen sichtbar abheben. Hat der Koi dabei auch noch weiße Flossen, ohne rote Flecken, dann ist dies ein zusätzliches Qualitätsmerkmal

Die Nationalflagge Japans zeigt übrigens eine Unterform des Kohaku, den Tancho Kohaku, dessen Körper komplett weiß ist und der nur einen möglichst roten runten Punkt auf dem Kopf hat.

Koromo

Den Koromo Koi kann man sehr leicht mit dem Kohaku verwechseln. Beide zeichnen sich durch die selbe Musterung aus. Jedoch hat der Koromo auf jeder roten Schuppe eine dunkelblaue oder schwarze Sichel.

Koromo

Sanke

Sanke


Auch die Variante des Sanke Koi hat Ähnlichkeit mit dem Kohaku. Die weiße Grundfarbe ist auch hier die Basis, welche von roten und schwarzen Flecken abgerundet wird. Als Qualitätsmerkmal gilt hier, dass die Flecken nicht auf dem Kopf zu sehen sein sollen. Dieser sollte weiß bleiben.

Bei der Unterart, dem Taisho Sanke erkennt man zudem Streifen an der Brustflosse. Diese können in rot oder in scharz sein.

Natürlich gibt es noch viele weitere Koi Arten, die wir hier auflisten könnten. Allerdings würde dies den Rahmen sprengen und da ständig neue dazu kommen, wird eine aktuelle Auflistung schwierig ;-) Dennoch hoffen wir, dass dir diese Auflistung dabei hilft deine Kois richtig einzusortieren.

Showa

Der Showa Koi ähnelt dem Sanke stark. Auch er beinhaltet drei Farben. Allerdings sind Showa überwiegend schwarze Karpfen mit weißen und roten Flecken.  In den Fachkreisen sagt man, dass das Muster mehr Sumi aufweist, als es beim Sanke der Fall ist. So wirkt der Fisch eindrucksvoller.

Showa

Tancho

Tancho

Das Wort Tancho bedeutet übersetzt "roter Scheitel". Tancho Kois haben einen roten runden Fleck auf dem Kopf. Dieser muss nicht zwingend rund sein, er kann auch oval, herzförmig, oder rautenförmig sein.

Da die Grundfarbe des Koi Karpfen weiß ist, fällt der rote Fleck besonders gut auf. Am restlichen Körpfer hat der Fisch keine weiteren Flecken. Es wird immer wieder vermutet, dass sich die Farbzeichnung des Tancho in der japanischen Flagge wiederspiegeln.

Hikarimono (Ogon)

Der Ogon Koi ist sozusagen ein uni-farbener Fisch. Er hat goldfarbige Schuppenränder und ist in den Farben weiß, orange, goldgelb oder grau erhältlich. Flecken gibt es bei ihm nicht.

Kinginrin

Wer auf der Suche nach einem gol- oder silberfarbigen Koi ist, der sucht nach einem Kinginrin. Dieser hat ganz besondere Schuppen, die eben diesen Glanz hervorrufen. Sie sind mit den Schuppen eines normalen Kois nicht zu vergleichen, weil sie um einiges dünner sind. Zudem können die Schuppen, bzw. einzelne Schuppen flach oder gewölbt sein.

Hikarimoyomono

Die mehrfarbigen Koi Arten nennt man Hikarimoyomono. Diese Art wird allerdings wiederum in 2 Unterarten unterteilt, die Moyo- und die Hariwake Kois. Der Hikarimoyomono besticht zum Beispiel durch einen metallischen Glanz am Körper. Die Variation des Moyo ist durch eine Kreuzung mit anderen Unterarten entstanden und zur dritten Art, den Hakiwake gehoren Kois, in dessen Färbung auch in Gold, Silber oder Platin enthalten ist.