Abbildung

Willkommen im Koiwiki

Hallo und herzlich Willkommen im Koiwiki - der Plattform, wo man alles wichtige über die Koihaltung und -pflege lernt. Hier erfährt man, was Koi Karpfen fressen, welche Koiarten es gibt und wie der Teich am besten aufgebaut ist.

Die Geschichte des Koi


Der Koi, so wie wir ihn kennen, ist eine Zuchtform des Karpfen. Auf japanisch nennt man ihn übrigens Nishikigoi, was soviel bedeutet wie Brokatkarpfen. Man vermutet das vor mehr als 2.000 Jahren Karpfen aus Europa nach Asien gebracht wurden. Dort wurden sie als Insektenfresser und Speisefische gehalten und nach und nach zu dem Fisch veredelt, den wir heute unter dem Namen Koi kennen.

Damals waren es allerdings noch schwarzbraune Wildkarpfen. Erst seit ca. 200 Jahren traten die ersten Farbmutationen auf und gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren die Grundvarianten des Kois bereits gebildet. Seit dem wird der Koi als Zierkarpfen bezeichnet.

Mittlerweile gibt es mehr als 16 Hauptformen des Koi und weit über 100 Unterformen und mit jedem Jahr kommen neue Varianten dazu. Der Kohaku und der Sanke sind sicherlich zwei der bekanntesten Koiarten. Der Preis eines Kois lässt sich pauschal schwer sagen. Dies hängt zum einen von der Art und zum anderem vom Körperbau, der Farbgebung und Hautqualität des Fisches ab. Preise im 5-stelligen Bereich sind allerdings keine Seltenheit und werden von wahren Koiliebhabern gerne bezahlt.

Woher kommt der Koi?


Wer allerdings glaubt, dass der Ursprung des Kois in Japan lag, liegt falsch. Die Vorfahren unserer Koi Karpfen stammen aus dem Schwarzen Meer, dem Kaspischen Meer, dem Ochotskischen Meer und dem Aralsee sowie aus China. Damals wurden die Karpfen von Reisfarmern in dessen Bewässerungsteichen ausgesetzt und dienten als zusätzliche Mahlzeit. Der schwarze Koi - der den Ursprung der heutigen Versionen bildete - wird "Magoi" genannt.

Mitte des 18. Jahrhunderts kamen die ersten Kohaku zustande. Dies geschah durch die Kreuzung von roten und weißen Karpfen. Der Kohaku führte wieder zu vielen weiteren Arten, wie den Asagi, Higoi und Beko. Ungefähr zum selben Zeitraum gab es in Europa die ersten Mutationen. Die Mutation trat bei den Schuppen auf, die entweder gar nicht vorhanden waren (z. B. wie bei Lederkarpfen) oder die große glänzende Schuppen auf der Rückenlinie haben (die sog. Spiegelkarpfen).

Koi Haltung & Futter

Wer sich Kois holt, sollte bedenken, dass diese Fische bis zu 60 Jahre alt werden können. Während ihres Lebens wachsen sie immer weiter und können so ein stattliches Gewicht von bis zu 5 KG bei einer Körperlänge von 1 Meter erreichen. Das Ei eines Kois braucht nur 4 Tage, bis sich aus ihm ein Jungfisch entwickelt. Zu ihrem Nahrungsangebot gehören Pflanzen, Insekten und Würmer. Da diese Karpfen wärmeempfindlich sind, reduziert sich ihr Stoffwechsel bereits ab einer Wassertemperatur unter 10 Grad. Bei einer dauerhaften Senkung der Wassertemperatur unter 10 Grad halten die Fische am Teichboden eine sog. Winterruhe.

In Japan werden Kois in der Regel in großen Naturteichen und Gruppen gehalten. Für eine optimale Haltung sollten die Teiche weitesgehend keimfrei sein. Zudem sollte man einen Koi niemals alleine halten. Diese Tiere sind sehr gesellig und brauchen den Kontakt zu Artgenossen. Wie viele dieser Karpfen man letztlich in einem Teich halten kann, hängt natürlich von dessen Größe ab. Empfohlen wird jedem Fisch einen Bereich von 1-3 m3 einzuräumen. Des Weiteren sollte der Koiteich nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden oder diese ganz ausgesperrt sein.

Wer Kois hält weiß, dass man regelmäßig den pH-Wert des Wassers prüft und diesen auf Sauerstoffgehalt, Nitrit, Nitrat, Kupfer, Ammonium und Ammoniak hin testet. Ist die Wasserqualität im Teich in Ordnung, so kann man sich der Fütterung widmen. Auch hier muss man Vorsicht walten lassen, da Kois kein Sättigungsgefühl haben. Gibt man ihnen zuviel zu Futter, so fressen sie alles auf, bis nicht s mehr da ist. Dies kann im schlimmsten Fall zu Verfettung und dem Tod des Fisches führen.


Der Koi ist was ganz besonderes

Die Koihaltung wird auch als Königsdisziplin bezeichnet, weil dieser Fisch einige Anforderungen mit sich bringt. Zum einen muss der Koiteich dem Tier angepasst werden und zum anderen braucht er das richtige Futter und Wasser, aber das haben wir ja oben schon erwähnt. Nur dann, wenn der Koi unter den richtigen Bedingungen aufwachsen kann, kann er wachsen und seine volle Farbpracht entwickeln. Hierzu wird viel Erfahrung und vor allem Engagement von uns Fischhaltern gefordert.

Im Laufe eines Lebens entwicklen sich teilweise sogar richtige Koi-Freundschaften. Immerhin kann man die Karpfen aufgrund ihrer unterschiedlichen Zeichnungen und Farben gut auseinander halten. Dies macht auch die Beobachtung dieser Fische und die Erforschung ihres Verhaltens um ein vielfaches einfacher als bei anderen Fischarten. Die Beziehung eines Koihalters mit seinen Fischen ist oftmals eine sehr innige und etwas ganz besonderes. Immerhin kann man dieses nicht von jedem Fischhalter und seinen Fischen behaupten.

Ein weiterer Grund, warum dieser Fisch uns so fasziniert ist sicherlich auch seine Herkunft. Mit dem Koi zieht gleichzeitig ein Stück Japan in unser zuhause ein. Passend zum Teich werden japanische Pflanzen gekauft (wie z. B. der Bonsai), welche eine einzigartige Atmosphäre im Garten schaffen.  



Die beliebtesten Produkte zum Thema "koi ratgeber"


Koi-Fibel


Koi - Juwelen im Gartenteich


Koi Ulmer KOI, Hickling Steve Hickling ist eine der führenden Autoritäten der Koipflege in Großbrita...




Koi im Gartenteich: Anlage und Wartung (NTV Garten) Koi im Gartenteich. Anlage und Wartung. ...




Koi faszinierend & gesund Ein wertvoller Ratgeber von Richard HilbleDen Koiteich planen und artgerecht gestalten. Im Portrait:...