Krebse

Eigentlich gehören auch die Krebse zu den Parasiten. Sie werden u. a. als Krebse oder als Crustaceen bezeichnet. Gemeint sind wirbellose Tiere mit Beinen, Mundwerkzeugen und Antennen. Zwar gehören auch Hummer und Kraben zu den Krebsen, allerdings sind diese nicht für Krankheiten beim Koi verantwortlich. Hierfür sind vielmehr kleinere Vertreter wie zum Beispiel Wasserflöhe oder Salinenkrebschen verantwortlich. Die meisten Krebsarten sind für Kois ungefährlich, doch es gibt Ausnahmen. Krebse, die sich auf eine parasitische Lebensweise spezialisiert haben und Probleme mit sich bringen.

Stäbchenkrebse

Stäbchenkrebse gehören zu den bekanntesten Krebsen, die eine parasitische Lebensweise haben. Sie werden auch Lernaea (Ankerwurm) genannt und werden in mehreren Arten unterteilt. Der Lebenszyklus eines solchen Krebses liegt (je nach Temperatur) bei 17 bis 33 Tagen. Wichtig zu wissen, die Stäbchenkrebse haben bei einer Temperatur von ca. 20 Grad eine Lebenserwartung von rund 15 Tagen. Sinkt die Wassertemperatur unter 15 Grad setzt die Entwicklung in der Regel komplett aus. Die ersten 2 Stadien des Krebses sind ungefährlich, erst ab dem 3 Stadium werden sie parasitisch und benötigen einen Wirt.

Die Krebse setzten sich oftmals an den Kiemen fest, wo sie zur Geschlechtsreife heranwachsen. Während die Männchen nach der Paarung ihre parasitische Lebensweise aufgeben und den Wirt verlassen, wandern die befruchteten Weibchen von den Kiemen auf den Körper. Dort entwickeln und wachsen sie weiter, wobei sie sich tief in die Haut des Kois. Sie durchdringen sogar das darunterliegende Bindegewebe und sind nun deutlich auf dem Fisch zu erkennen. Immerhin sind sie nun bis zu 20 mm lang. Durch die Ausscheidung von Verdauungssäften dringen sie immer tiefer in den Karpfen ein und ernähren sich von den aufgelösten Gewebe.

Oft werden die Stäbchenkrebse erst erkannt, wenn sie erwachsen sind. Dann sieht man sie eher und entdeckt den weißen Eierbeutel, der aus den Schuppen hervorguckt. Charakteristisch sind in diesem Stadium auch blutige Stellen. Diese können sich leicht infizieren.

Um Stäbchenkrebse zu eliminieren werden Isektizide auf Basis von organischer Phosphorsäureester eingesetzt. Da dieses Mittel auch andere nützliche Lebewesen im Teich vernichtet, sollte man es nie direkt in den Teich geben. Besser ist es, wenn Sie die betroffenen Kois isolieren und in einem gesonderten Becken behandeln. Die Parasiten werden dabei mit einer Pinzette vorsichtig entfernt und die Wunden mit Desinfektionsmittel versorgt. Nach ein paar Tagen im sauberen Ersatzbecken können die Karpfen wieder zurück in den Koiteich.